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  Kolja Blacher,
in Berlin geboren, ging fünfzehnjährig an die New Yorker Juilliard School of Music, um bei Dorothy DeLay zu studieren. Nach Abschluss des Studiums bei Sándor Végh in Salzburg begann eine bemerkenswerte Solo-Karriere. Seit Oktober 1999 hat er eine Professur für Violine und Kammermusik an der Hamburger Musikhochschule inne.
 
Als Solist gastiert er bei bedeutenden Orchestern, darunter den Philharmonikern in Berlin, Oslo, St. Petersburg und München, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Sinfonieorchester des NDR, dem Gürzenich Orchester Köln und dem Chamber Orchestra of Europe. Er konzertiert mit führenden Dirigenten wie Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Alain Gilbert, Daniel Harding, Vladimir Jurovsky, Mariss Jansons, Dmitrij Kitajenko, Kent Nagano, Jonathan Nott und Kirill Petrenko.
 
Intensive kammermusikalische Partnerschaften verbinden Kolja Blacher mit dem Cellisten Clemens Hagen, mit dem Bratscher Wolfram Christ sowie mit den Pianisten Bruno Canino, Kyrill Gerstein und Vassilij Lobanov, mit denen er Triokonzerte oder Rezitale gibt.
 
Durch sehr gute Erfahrungen mit dem Stuttgarter Kammerorchester, Santa Caecilia in Rom, Hong Kong Philharmonic (Beethoven Violinkonzert), der Kioi Sinfonietta in Tokio (Brahms Violinkonzert) und dem Melbourne Symphony Orchestra hat er seine Leidenschaft für Spielen und Leiten in Personalunion entdeckt und wird dies in den kommenden Saisons weiter ausbauen, so in 2007/2008 zum Beispiel mit dem Mahler Chamber Orchestra mit den Konzerten von Robert Schumann (in Berlin) und Kurt Weill (in Dessau).
 
Seine Einspielung der Sonaten von Schostakowitsch und Mieczyslaw Weinberg (gemeinsam mit dem Pianisten Jasha Nemtsov) bei Hänssler bekam im April 2007 den „Vierteljahrespreis“ der Deutschen Schallplattenkritik. Seine Aufnahme der Violinkonzerte von Strawinsky und Berg mit Claudio Abbado und dem Mahler Chamber Orchestra wurde im Mai 2006 mit dem Diapason d’Or ausgezeichnet sowie ebenfalls mit dem „Vierteljahrespreis“ der Deutschen Schallplattenkritik. Dazu hieß es im Fono Forum:
„Mit dieser Live-Aufnahme profiliert er sich einmal mehr als ein Geiger von Weltklasseformat. Seine Auslegung der Berg-Partitur ist geprägt von Klarheit der Linienführung, romantischer, aber stets variabler Tongebung. Wie das Werk ‚tranquillo’ ausklingt, ist bezwingend. Strawinskys Violinkonzert lebt auf in seiner prägnant kraftvollen Extrovertiertheit."
Frühere Aufnahmen, darunter Einspielungen des Violinkonzerts von Boris Blacher, Hindemiths Kammermusik Nr. 4 sowie der Violinsonaten von Schumann, Bartok und Holliger (mit Bruno Canino als Partner) sind mehrfach ausgezeichnet worden.
 
In der Saison 2007/ 2008 kann er seine seit Jahren bestehende enge Verbindung mit dem Melbourne Symphony Orchestra und Markus Stenz fortführen. Weitere Engagements führen ihn nach Mailand, Rom, Berlin, Monaco, in mehrere Städte in Israel sowie nach Finnland und Kanada. Im März 2008 wird er sowohl mit dem Yomiuri Nippon Symphony Orchestra als auch Kioi Sinfonietta mehrere Konzerte in Tokio geben. Das Konzert mit dem Yomiuri Orchestra wird auch live im japanischen Fernsehen übertragen. Als ein Highlight der Saison 2008/2009 steht bereits jetzt ein Konzert mit dem London Philharmonic Orchestra in der Royal Festival Hall fest.
 
Kolja Blacher spielt die so genannte "Tritton" Stradivari Geige von 1730, die ihm von Frau Kimiko Powers zur Verfügung gestellt wurde.
 
Saison 2007 / 2008
 
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